Drei Beine – aber zwei Frauen und vier Kinder: das unglaubliche Schicksal von Francesco Lentini und der Schönheit, die er erobert hat

Die Geschichte von Francesco Lentini ist einer der ungewöhnlichsten Fälle in der Geschichte der Einwanderer, die Amerika erobert haben. Der 1889 in Sizilien geborene Junge wurde sofort zu einer lokalen Sensation: Er kam mit drei Beinen, überzähligen Organen und einem „teilweise verschlungenen Zwilling” zur Welt. Seine Eltern, die verarmt und mit zwölf Kindern überlastet waren, gaben ihn bald auf, und der Junge wurde in ein Waisenhaus gebracht.

Doch gerade dort erkannte Francesco, dass seine Besonderheit kein Urteil war. Er lernte laufen, Schlittschuh laufen, Seil springen und sogar mit seinem dritten Bein einen Ball zu kicken. Seine Beweglichkeit und sein lebhaftes Wesen beeindruckten alle, die ihn zum ersten Mal sahen.

Als die Familie in die USA auswanderte, machte das Schicksal Lentini ein Geschenk: Auf dem Dampfer wurden ihn Zirkusartisten entdeckt und boten ihm einen Vertrag an. Der Vater stimmte unter der Bedingung zu, dass sein Sohn eine Ausbildung erhalten würde. So kam Francesco in die große Manege. In Amerika wurde er zum Star der größten Zirkusse – Barnum und Bailey, Ringling Brothers, Buffalo Bill’s Show. Er wurde für seinen Witz, seine Freundlichkeit und seine Fähigkeit, seine Besonderheit in eine Show zu verwandeln, geliebt.

In seinem Privatleben war Lentini nicht weniger erfolgreich. Mit seiner ersten Frau, der schönen Teresa Murray, lebte er 25 Jahre lang zusammen und zog vier vollkommen gesunde Kinder groß. Nach der Scheidung fand er schnell eine neue Liebe in seiner zweiten Frau und blieb bis zu seinem Tod mit ihr zusammen. In seinen letzten Lebensjahren ließ sich der Künstler in Florida nieder, in der Stadt Gibraltar – einem Ort, an dem viele Zirkusartisten Seite an Seite lebten und niemand sich über ungewöhnliches Aussehen wunderte.

Francesco Lentini wurde 77 Jahre alt – ein langes, erfülltes und erstaunlich glückliches Leben eines Menschen, der seinen angeborenen „Mangel” in einen Weg zu Ruhm, Familie und Respekt verwandelte.

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