Ihr Telefon klingelte um Mitternacht – aber der Anruf kam von ihrer eigenen Nummer

Laura war nicht leicht zu erschrecken. Sie arbeitete in der Spätschicht im Krankenhaus und ging oft mitten in der Nacht durch ruhige, leere Straßen nach Hause. Sie hatte genug echte Notfälle gesehen, um zu wissen, dass Geister und Monster nicht real waren.
Aber das änderte sich in der Nacht, als ihr Telefon genau um Mitternacht klingelte.

Sie putzte sich gerade die Zähne, als das Geräusch die Stille durchbrach. Zuerst ignorierte sie es. Aber als sie auf den Bildschirm schaute, lief ihr ein Schauer über den Rücken.

Der Anruf kam von ihrer eigenen Nummer.
Sie erstarrte, die Zahnpasta noch im Mund, und starrte auf den leuchtenden Bildschirm. Ihr Kopf raste und überlegte verschiedene Möglichkeiten. Eine Störung? Ein Streich? Sie hatte schon von Telefon-Spoofing gehört, Betrügern, die vorgeben, deine Nummer zu benutzen.

Aber um Mitternacht?

Mit zitternden Händen nahm sie den Anruf entgegen.
„Hallo?“

Zuerst war nur Rauschen zu hören. Dann, leise, eine Stimme.
Ihre Stimme.

„Geh morgen nicht zur Arbeit.“

Lauras Herz setzte einen Schlag aus. „Wer ist da?“, flüsterte sie mit zitternder Stimme.

Aber die Leitung war tot.
In dieser Nacht schlief sie nicht. Jedes Knarren in ihrer Wohnung ließ sie zusammenzucken. Am Morgen hatte sie sich überzeugt, dass es sich um einen grausamen Streich handelte. Vielleicht ein Hacker, vielleicht ein Betrüger, der Aufnahmen ihrer Stimme benutzte.
Dennoch drehte sich ihr Magen um, als sie ihren Kittel anzog und ihre Schlüssel griff.

Um 7:30 Uhr, als sie losging, vibrierte ihr Telefon erneut. Eine SMS.

Von ihrer Nummer.

„Bleib zu Hause.“
Ihre Hände zitterten, als sie auf den Bildschirm starrte. Entgegen ihrer besseren Einsicht rief sie ihren Chef an und sagte, sie sei krank. Sie verbrachte den Vormittag damit, auf und ab zu gehen, die Fenster zu überprüfen, ihre Nerven lagen blank.

Mittags kam die Nachricht.
Es hatte eine Gasexplosion im Krankenhaus gegeben. Der Ostflügel – wo Laura gearbeitet hätte – war zerstört. Mehrere Mitarbeiter waren verletzt worden.

Laura ließ ihr Handy fallen.

Die Warnung war echt gewesen.

Tagelang ging ihr der Gedanke nicht aus dem Kopf: Wer hatte sie angerufen? Wer hatte ihr die SMS geschickt? Und woher hatten sie das gewusst?

Sie erzählte es ein paar engen Freunden, aber die lachten nur. „Unheimlicher Zufall“, sagten sie. „Du hast Glück gehabt.“
Aber eine Woche später begannen die Anrufe erneut.

Immer um Mitternacht. Immer von ihrer eigenen Nummer.

Und jedes Mal war es ihre eigene Stimme am anderen Ende.

Der letzte Anruf, den sie erhielt, war der schlimmste.

Rauschen. Dann ihre Stimme, zitternd, eindringlich:

„Er ist in deiner Wohnung. Dreh dich nicht um.“

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